„Jung un Ault küert platt“

Neunter Plattdeutscher Abend am 07.11.2004 im Heimathaus „Hollager Hof“

Die Diele des Heimathauses konnte die Besucher kaum fassen, als die Moderatorin Leni Dierker, das Motto des Abends: „Jung un Ault küert platt“ vorstellte. Frau Dierker: „Denn dütt Joahr häwwe wi jä wat Besonneres: hier sittet ne ganze Koppel Kinner, de Klasse 3a van de Erich-Kästner-Schoule in Hollage, met iähre Schoulmesterske, Frau Wascher. Euch ein herzliches Willkommen“. Frau Wascher, hatte die Kinder auf den Auftritt im Heimathaus optimal vorbereitet.

Das konnte man schon feststellen bei der „öffentlichen Generalprobe“ am Donnerstag, zu der die Eltern, Großeltern und Freunde der Klasse 3a eingeladen waren.

Alle 24 Schüler hatten ihre Flöten dabei, natürlich auch Frau Wascher, und spielten, sehr zur Freude der Besucher, einige Stücke vor. Das Lied: „Von der Erich-Kästner-Schule kommen wir…“ begeisterte besonders. Dass die Schüler auch plattdeutsche Gedichte, Reime und kleine Stücke vortragen konnten, ist mit auf die Zusammenarbeit der Klasse 3a und der Gruppe „De Plattdütsken van`n Holger Hoff“ zurückzuführen. Als „plattdütske Schoulmesters“ besuchten diese im Herbst die Schüler in der Grundschule, erklärten die plattdeutschen Wörter und Ausdrücke, und erstaunlich schnell konnten die Kinder die Texte nachsprechen. Auslöser der Initiative „Plattdütsk inne Grundschoule“ war das Gedicht: Pöggsken sait in`n Sünnenschien, oh, wat is dat Pöggsken fien, met siene gröine Büchs, Pöggsken denkt an nicks……, das Frau Wascher, der plattdeutschen Sprache mächtig und sehr engagiert, den Kindern vorgetragen hatte. Die Schüler verliehen den „plattdütsken Schoulmestern“ eine Urkunde als Zeichen der Anerkennung und bedankten sich „bei ihrem“ „plattdütsken Schoulmester“ für die gemeinsamen Plattdeutschstunden.

Heinrich Sandmann hatte es aufgeschrieben: „Miene Tied in düssen Huse“, und erzählte, wie man früher in diesem Heuerhaus lebte. So konnte er sich genau daran erinnern, wo früher die Kühe standen, die Schweine gehalten wurden und die Hühner ihre Nester bauten. Er hat von 1939 bis 1950 bei seinem Opa hier in diesem Hause gewohnt. Der hatte gemeint: „Kum du man met nau us hen, jue Mamme häw aune di no nouch ümme sik tou.“

 

Zu den Themen : „Planten un Diere“, Iäten un Drinken“ un „Dütt un Datt“ hatten „De Plattdütsken van`n Holger Hoff“ heitere und humorvolle Geschichten ausgesucht und gaben diese zum Besten. Die Besucher hatten ihre Freude daran. Zwischendurch wurden gemeinsam plattdeutsche Lieder gesungen, die Hubert Hagedorn auf dem Akkordeon begleitete.