Heimathaus Bauerngarten

Im Westen des Niederdeutschen Hallenhauses von 1656 schließt sich ein Bauerngarten mit Buchsbaumeinfassung der Wege an, so wie es Jahrhunderte an diesen Gebäuden üblich war.

Entsprechend dem sozialen und wirtschaftlichen Stand der Bauern fanden Nutzpflanzen für Haus-, Hof- und Stalltiere in einem höheren Maß Berücksichtigung, als etwa reine Zierpflanzen und eine Ordnung nach ästhetischen Prinzipien. In der darstellenden Kunst wurde der Bauerngarten gern als ungepflegt im Sinne einer idyllischen Wildnis verklärt.

Bauerngärten vor 1900 entsprachen nicht dem Bild, das heute von Bauerngärten vermittelt wird. Manchmal reichten Ackerflächen bis dicht ans Haus heran, oft mit eingestreutem Obst, oder es wurden Freiflächen für das Vieh vorbehalten. Die Anlage der Gärten wurde durch die Gärten der Klöster, der Lehrer, Pastoren und Apotheker beeinflusst. Eine einheitliche Form der Gartengestaltung gab es vor der Konstruktion des idealen Bauerngartens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht.

Der Bauerngarten am Hollager Hof v. 1656 ist unterteilt in einen Gemüsegarten heutiger Zeit und in einen Kräutergarten. Nach Süden schließt sich eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten an. Das Grundstück von 1.200 m² grenzt an den Hollager Berg mit dem Denkmal geschützten Steinbruch. Der Garten ist ganzjährig zugänglich.

Der Garten ist ganzjährig geöffnet und wird von den Vereinsmitgliedern, insbesondere von Antja Deppe, die den “ Grünen Daumen“ für alle Pflanzen hat, gepflegt. Einmal jährlich wird der Garten und auch die Streuobstwiese zum sogenannten Gartentraumwochenende offiziell einem größeren Publikum vorgestellt.