Witze und Nachdenkliches auf Plattdeutsch

Abend des Vereins „Heimathaus Hollager Hof“

mst WALLENHORST. Ein Dutzend hat die Plattdeutsche Gruppe vom Verein „Heimathaus Hollager Hof“ jetzt voll: Zum 12. Mal lud sie zum „Plattdütske Aumed“ (Plattdeutschen Abend) ins Heimathaus „Hollager Hof“ ein. Zahlreiche Besucher sind der Einladung gefolgt, um sich plattdeutsche Dönekes, Geschichten zum Nachdenken und Lieder auf Platt anzuhören und mitzusingen.

„Dat Heimathusleed“ – das Heimathauslied – eröffnet jedes Jahr den Plattdeutschen Abend, und so stimmte Moderatorin Leni Dierker das von Anna Sandmann getextete Lied auch am Sonntagabend mit allen gemeinsam an. Das Programm bot Texte „toun Naudenken“ (zumNachdenken), aber auch zum Schmunzeln und Lachen. Geschichten aus der Vergangenheit wechselten sich ab mit Anekdoten aus der heutigen Zeit.

Auch wenn Plattdeutsch heutzutage fast nur noch von den Großeltern gesprochen wird, gibt es Nachwuchs: Die Geschwister Jonas (13) und Hannah (8) Sandmann haben von ihrer Oma Anna Sandmann die norddeutsche Mundart gelernt. Hannah erzählte die Geschichte von dem „Papierscheppken“ – dem Papierschiffchen, „dat sprüng van Well‘ to Well'“, und Jonas kämpfte mit den „Müggen“, die einen nachts doch gerne auf Trab halten.

Einmal im Monat treffen sich die 16 Mitglieder der Plattdeutschen Gruppe vom Hollager Haus und tauschen ihre „Fundstücke“ aus, die sie im Laufe des Jahres finden. „Wir reden aber auch auf der Straße Plattdeutsch miteinander, wenn wir uns über Alltägliches unterhalten“, erzählte Leni Dierker.

Die Plattdeutschen Abende erfreuen sich immer großer Beliebtheit, wie sich auch, am Wochenende wieder einmal zeigte. „Über fehlende Resonanz können wir uns wirklich nicht beklagen“, freute sich Josef Pott, erster Vorsitzender vom Verein „Heimathaus Hollager Hof“.

Quelle: NOZ 2007