¼ Jahrhundert Heimatverein „Hollager Hof“ – ein Grund zum Feiern

Neujahrsempfang mit Rückblich auf 25 Jahre Heimatverein

Von links: Jürgen-Eberhard Niewedde, Dr. Michael Schimek, Otto Steinkamp, Josef Pott, Heinrich Maßbaum

Seit 25 Jahren ist der Heimatverein „Hollager Hof“ aus Wallenhorst nicht mehr wegzudenken. Ein Grund zum Feiern, was mit einem Neujahrsempfang verbunden wurde. Josef Pott, der auch zu den Gründungsmitgliedern gehört, wies in seinem Rückblick auf Entstehungsgeschichte des Heimathauses hin.

Das heutige Heimathaus „Hollager Hof“ lagerte vor 25 Jahren bereits 20 Jahre auf dem Bauhof in Lechtingen. Es bildete sich ein Förderverein, später Heimatverein, der Spenden für den Wiederaufbau des historischen Fachwerkhauses vom Hof Gers-Barlag sammelte. Nach fünfjähriger Bauzeit, in der viel Eigenleistung erbracht wurde, konnte dieses Niederdeutsche Hallenhaus 1997 als Heimathaus eröffnet werden. Josef Pott bedankte sich bei für die damals große finanzielle Unterstützung der Gemeinde Wallenhorst, dem Landkreis Osnabrück, der Klosterkammer und vor allem der heimischen Wirtschaft.

Auf den Fahnen des Heimatvereins „Hollager Hof“ steht seitdem die Förderung von Kunst und Kultur und die Erhaltung und Pflege von alten Kulturgütern in und um Hollage. Das abwechslungsreiche Kulturprogramm im Heimathaus „Hollager Hof“ ist aus Wallenhorst nicht mehr wegzudenken. Weiterhin bereichern die Naturdenkmälern wie der Steinbruch hinterm Heimathaus, die 500 Jahre alte Eiche an der Adenauerallee das Gesamtbild von Hollage. Trotzdem bleiben laut Josef Pott noch Wünsche offen.

Das Naturdenkmal Hollager Steine an der Talstraße, von denen nach einer Sage der Name Hollage abgeleitet wurde müsste in den Urzustand versetzt werden. Der sogenannte „Erlebnispfad Hase-Rieselwiesen“  sollte der Nachwelt als erkennbares Bauwerk erhalten  und eine private Sammlung historischer Gegenstände der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Josef Pott bedankte sich in dem Zusammenhang nochmals bei der Gemeinde Wallenhorst und der örtlichen Wirtschaft für die finanzielle Unterstützung.

Die Inschrift über dem Eingangsportals vom Heimathaus „ Ich bin jung gewesen und alt worden und hab noch nie gesehn den Gerechten verlassen oder Sinen Samen Nachbrot geben“  war die Grundlage des Festvortrages von Dr. Michael Schimek, Leiter der bauhistorischen Abteilung des Freilichtmuseums Cloppenburg. Er interpretierte diesen Haussegen als Aufforderung an uns heute diese Baudenkmäler zu erhalten, um eine Vorstellung von der Lebensweise unserer Vorfahren zu bekommen. Im Heimathaus Hollager Hof ist es vorbildlich gelungen gelebte Geschichte mit einer neuen Nutzung zu verbinden.

Bürgermeister Otto Steinkamp bedankte sich für das Engagement der Mitglieder des Heimatvereins, das mit Geld nicht zu bezahlen ist.Der Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land Jürgen-Eberhard Niewedde, überbrachte die Grüße des Heimatbundes und wünschte dem Heimatverein weiterhin viel Erfolg.

Das Festprogramm wurde durch ausgesuchte Stücke der Ruller SAX-Combo, die schon häufig im Heimathaus aufgetreten sind abgerundet. Zum Repertoire gehörte ebenfalls ein Geburtstagsständchen. Fritz Baier von der SAX-Combo hatte dafür eigens das Lied „Happy birthday to you“ für Saxophone umgeschrieben.
C.M.