Christian de Hollage als Plüsch-Ratte

Kunsthandwerker stellen heute und morgen im Hollager Hof aus Jod WALLENHORST Launig geht Hildegard Brömlage in ihrem Einführungsvortrag auf die anhaltende Verunsicherung von Reinemache-Frauen in Museen und Kunstausstellungen ein, wenn die mal wieder vor der Frage stehen: „Ist das Kunst, oder kann das weg?” Gleich zeitig ersichert sie den Besuchern, die zur Eröffnung gekommen sind, dass auch in diesem Jahr die Kunsthandwerksausstellung im Heimathaus Hollager Hof derartige Zweifel nicht aufwerfe. Denn alle hier gezeigten Arbeiten seien von bodenständigen Hollager Künstlern und Kunsthandwerkern gefertigt und ohne Weiteres als solche zu erkennen. Brömlage stellt den begeisterten Krippenbauer Berni Langemeyer vor. Vor 16 Jahren kam er beim Urlaub in den Bergen auf die Idee, die schöne schlichte Bauweise der Stallgebäude als Vorbild für Weihnachtskrippen zunehmen. 40 verschiedene Modelle hat er mittlerweile im Repertoire, alle aus Naturmaterialien handgefertigt. „Nur die Krippenfiguren und die Beleuchtungen, die kaufe ich zu”, erklärt Langemeyer. Hans-Georg Galinke ist der Spezialist für erzgebirgische Schwibbogen aus hellem Birkenholz. Entwerfen, Aussägen mit der klassischen Laubsäge, Leimen, Feinschleifen – alles hat Galinke mit seinen eigenen Händengemacht. Daneben präsentiert Jutta Albers Schmuckketten und Plüschtiere. Mit Teddybären ist sie vor elf Jahren gestartet, mittlerweile sind allerdings  Ratten, Füchse und Frettchen die Renner, die sie mit Vorliebe in mittelalterliches Outfit steckt. Ihre neueste Schöpfung ist eine Ratte in der Kostümierung des Ritters Christian de Hollage. Der spielt als historische Figur für die Ortsgeschichte eine wichtige Rolle. Sein Name unter einem Schriftstück im Jahr 1250 gilt als die älteste überlieferte  Nennung des Ortsnamens Hollage. Albers hat ihn genauso ausstaffiert, wie er im Historienfilm des Heimathaus-Vereins auftritt. Die Hollager Malerin Angela Kohlbrecher arbeitet viel mit warmen Gelb-, Orange- und Rottönen in Acryl und verschiedenen Mischtechniken. Hildegard Brömlage selbst ist mit Ton-Arbeiten vertreten, die sie mit Mehrfach-Glasuren veredelt. Die musikalische Umrahmung des Abends gelang Maria Hartelt am Klavier mit stimmungsvollen Klassikern wie Beethovens Mondscheinsonate. Quelle: NOZ vom 19.11.2011