Denn sie fallen auch von selbst…

Aber dann ist es zu spät und die Würmer machen sich auf den Weg zur Apfelernte. Ihnen wollten Antje und Mechthild auf jeden Fall zuvorkommen. Schon bei der Kartoffelernte vor ein paar Tagen hatten sie sich zur Apfelernte verabredet.

Heute vormittag geht es deshalb am Bauerngarten vorbei zur Streuobstwiese. Dort gibt es zwei Bäume, die mehr oder weniger mit Äpfeln beladen sind. Blenheimer Goldreinette und Kaiser Wilhelm heißen unsere erntereifen Sorten. Die übrigen Apfelbäume tragen noch nicht so recht und die Pflaumen haben sich irgendwie “von selbst erledigt”.


Ohne Leiter geht aber nichts. Die große Stehleiter wird aus der Remise geholt und die schwindelfreie Mechthild agiert in den oberen Etagen, während Antje und der Schreiber dieser Zeilen sich mit der Reichweite ihrer Arme abmühen. Manche Äpfel sehen von vorne sehr gut aus und reizen die Pflücker, aber bei näherer Betrachtung wächst die Erkenntnis, dass Vögel, Wespen und Würmer das Obst wohl auch mögen.


Insgesamt kommen an diesem Vormittag 60 kg der schönsten Äpfel zusammen (die angefressenen und das Fallobst kommen in die Tonne) und ganz nebenbei hat Antje auch noch ein paar Kilo Rote Beete und Porree geerntet. Wir sind allesamt stolz auf unsere Ernte. Ein paar Äpfel konnten wir direkt am Gartenzaun abgeben und einige rutschten auch zum direkten Verzehr in die Taschen der Erntehelfer. Das Gros geht wieder zur Tafel nach Wallenhorst und findet dort dankbare Abnehmer.


In diesem Jahr waren es nur zwei Apfelbäume, die nennenswerten Ertrag lieferten, aber die übrigen wachsen langsam heran. Es ist nicht auszuschließen, dass die Apfelernte zum festen Event im Obstgarten werden kann. Als nächstes muss erst einmal das hohe Gras auf der Streubstwiese runtergemäht werden.

Damit das ohne Stolperfallen über die Bühne gehen kann, wurde die Wiese unter den Bäumen von Fallobst befreit. Auch fast eine volle, wenn auch kleine Biotonne.


PS: Der Verfasser dieser Zeilen hat leider eine Apfelallergie 🙁