Ein schlechtes Bienen-Jahr 2021

Unser Imker-Jahr neigt sich seinem Ende zu, wir haben gerade einige der  letzten Arbeiten abgeschlossen. Es war ein merkwürdiges Jahr, zumindest aus Imkersicht.

Im Februar diesen Jahres bemerkten wir den niedrigen Vorrat unserer 2 Völker an Winterfutter und reichten je 2,5 Kg Futterteig nach. Genug, um das Brutgeschäft anzukurbeln. 

Leider fiel die Obstblüte im Frühjahr der Kälte und dem Regen zum Opfer und bei solchem Wetter fliegen die Bienen nicht. Auch im Mai war selten Bienenwetter, mit der Folge schlechter Trachtergebnisse. Trotzdem entwickelten sich beide Völker stark, verbrauchten den wenigen eingetragenen Honig und schwärmten zu allem Überfluss auch noch mehrmals. Das war unser Fehler, wir haben nicht gut aufgepasst und plötzlich hatten wir drei Jungvölker als Ableger, die wir abgegeben haben.

Damit lief auch unsere zu späte Honigernte ins Leere, kein Honig dieses Jahr. Dafür ist 2021 ein “hervorragendes” Milbenjahr. Die Bienen sind sehr stark befallen. Je zwei Behandlungen mit Ameisensäure in Langzeit-Verdunstern mussten unsere Bienen über sich ergehen lassen. Der Totenfall der Varroa-Milben war enorm. Gut so, denn sonst könnten die Bienen nicht überleben. 

Zwischen den Säure-Behandlungen fütterten wir insgesamt 30 Kg Zuckerlösung zu, damit unsere beiden Völker gut über den Winter kommen. Wenn demnächst die leeren Futtertaschen entfernt und ab Mitte November die Mäusegitter vor die Fluglöcher geklemmt sind, dann sind unsere Bienen eingewintert. Die letzte Aktion in diesem Jahr wird dann kurz vor Weihnachten in der brutfreien Zeit eine abschließende Oxalsäurebehandlung sein. Dabei geht es noch einmal gegen die Varroamilben. 

Hoffen wir auf ein besseres nächstes Bienenjahr, ab Mitte Februar 2022.

Immerhin haben wir Ende September noch einmal 1000 Krokuszwiebeln in der Erde versenkt, als Bienenweide im Frühjahr.

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