Einblicke in die Welt des Rundfunks.

Hurra, das Heimathaus lebt wieder. Mit einer Lesung des Radiomoderators Lars Cohrs öffnete Stefan Gutendorf das Heimathaus „Hollager Hof“ v. 1656 wieder nach dem verordneten Dornröschenschlaf, den Corona uns allen auferlegt hat. Zwar mussten sich die gut zwei Dutzend Gäste an der Eingangstür als geimpfte oder genesene Zuhörer ausweisen, dafür bot Lars Cohrs, Radiomann seit 40 Jahren, ihnen einen informativen, kurzweiligen und humorvollen Abend. An vielen Stellen animierte sein Vortrag sogar zu herzlichem Lachen. Cohrs las und plauderte aus seinem Erfahrungsschatz und von seinen Erlebnissen rund um die Radiowelt und verschaffte seinen Zuhörerinnen und Zuhörern einen tiefen Blick in die Welt des Rundfunks.

Dass er 10 Jahre lang um kurz nach zwei Uhr des Nachts sein Bett verließ, um ab 4 Uhr in Hannover beim NDR morgendliches Radioprogramm zu machen, hat ihn geprägt. Anekdoten aus diesem Bereich aber auch aus seinem privaten Umfeld, gewürzt mit Lebenserfahrungen und coolen Wahrheiten brachten ihm an vielen Stellen seiner Lesung Szenenapplaus ein. Dass er sich dabei auch selbst „auf die Schippe“ nahm, macht ihn nur noch sympathischer. Den Beruf des Radiomoderators liebt er, weil er hier, wie in keinem anderen Beruf so ungeniert sagen kann, was er denkt, wenn es denn nur freundlich formuliert ist.

… ein wenig Abstand ist immer gut.

Seiner Erkenntnis, dass mehr Schlafenszeit und weniger wach sein, uns allen und auch der Umwelt und dem Klima zugutekäme, kann jeder sofort zustimmen, denn alle destruktiven Aktivitäten finden während der Wachzeit statt, meint er. Ein cooler Ansatz, den Cohrs seinen Zuhörern für den Heimweg mitgibt.

Der Abend im Heimathaus bot noch eine weitere Premiere, allerdings technischer Art. Die neue Tonanlage auf der Diele wurde erstmals eingesetzt, bestand ihre Feuertaufe und wurde am Mischpult professionell von Volker Holtmeyer gesteuert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.