Nichts hält ewig

… so sagt man, wenn etwas vorzeitig seinen Geist aufgibt. Wann „vorzeitig“ die richtige  zeitliche Einordnung ist, lässt sich oft nur subjektiv beurteilen. So auch bei der großen Schaukel im Steinbruch. Darf man den Zeitzeugen glauben, dann wurde sie vor etwa 30 Jahren im Auftrag der Kirchengemeinde St. Josef, die den Steinbruch ehemals im Zugriff hatte, errichtet.

Zum damaligen Zeitpunkt waren die Hölzer, die dabei Verwendung fanden und aus dem Freileitungsbau der vormaligen NIKE stammten, nach mindestens 20jähriger Nutzung ausgesondert worden. Kein Wunder, dass nach so langer Einsatzzeit das Holz nicht mehr so knackig, sondern eher schwammig daherkam. Insbesondere der Querbalken, an dem die zwei Schaukeln befestigt sind, machte uns große Sorgen.

Deshalb hat unser eingespieltes Projektteam vom Heimathaus wieder zugeschlagen. Reinhard, Heinrich, Markus, Josef, Walter und Manfred haben in dieser Woche den oberen Balken der Schaukel gegen einen neuen getauscht. Dabei hat Franz Josef mit den hydraulischen Kräften seines Traktors das Vorhaben überhaupt erst möglich gemacht. Schließlich wiegt so ein Balken einige Zentner.

Beim Umsetzen der Schaukel auf den neuen Querträger offenbarte sich das gesamte Ausmaß des Schadens. Die druckimprägnierte Hülle des Holzes, ca. 1,5 cm stark, hatte offensichtlich das Gebälk am Leben erhalten.

Weil wir schon mal dabei waren, wurde auch gleich das Ständerwerk mit U-Eisen verstärkt. Keine leichte Aufgabe, denn die Pfosten der Schaukel selbst stehen in Betonfundamenten. Diese mussten für die U-Eisen ausgestemmt werden. Mit dem Elektrohammer am Stromgenerator klappte auch das, allerdings konnte dieser Part erst am folgenden Vormittag zu Ende gebracht werden. 

Jetzt ist die Schaukel wieder sicher und  Jung oder Alt können sich unbeschwert durch die Lüfte schwingen.

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