Ohne Gastronomie ist alles nur halb so schön.

Zwei eigentlich passionierte Wanderfreunde besteigen am Sonntag kurzentschlossen ihre Fahrräder für einen Törn von Hollage nach Hellern. Vielleicht kann das ja ein Teil einer Radtour werden, die eigentlich für den Sommer angedacht ist. Ob Corona einen Sommer zulässt, so wie wir ihn kennen, steht allerdings noch in den Sternen.

Ein wenig windig ist es heute. Vom Hollager Berg geht es bergab zur Talstraße und auf der Sachsegge schiebt der Wind uns kräftig vor sich her. Halt machen wir beim Hof Hawighorst. Hier wird erst mal 1 Kilo Spargel für den Auflauf heute Abend erworben und weiter geht es über die sparsam befahrene Autobahn an den Stichkanal. Der ist bei diesem Wetter ein Anziehungspunkt für Kanuten, Sonnenanbeter, Fußgänger und Radler. Man muss schon achtsam fahren, damit niemand zu Schaden kommt.

Die Gastronomie der Alten Eversburg liegt verlassen zur Rechten und wir radeln an der Burgkapelle vorbei in Richtung Landwehrviertel. Dort ist einiges im Umbruch nachdem die Briten abgezogen sind. Querdurch und über die Bahnstrecke hinweg erreichen wir Busch in Atter. Ein völlig leerer Parkplatz signalisiert auch hier, dass die Gastronomie krisenbedingt geschlossen ist.  Da fehlt spürbar etwas Entscheidendes.

Wir streifen Gut Leye und erreichen den Flugplatz in Atter. Das Restaurant ist auch hier geschlossen, aber durch ein kleines Fenster können wir ein Eis am Stiel erwerben… besser als nichts. Damit setzen wir uns am Parkplatz auf eine staubige Europalette und beobachten den nicht vorhandenen Flugbetrieb. Wir treffen ein Vereinsmitglied und erfahren mit entsprechendem Abstand, dass  der öffentliche Flugbetrieb ruht und wenn überhaupt, nur private Eigner eines Sportflugzeuges in der Luft sind.  Dafür muss dieser aber sicher stellen, dass sein Zielflugplatz auch besetzt ist und es eine Landeerlaubnis gibt. Sonst muss er wohl oben bleiben 🙂 .

Wir entsorgen unsere Eisstiele und wenden uns dem Rubbenbruch zu. Auch hier herrscht reger Jogger- und Spaziergängerandrang. Viele sind alleine, mit Hund oder zu zweit unterwegs. Seltener sind Familien in voller Besetzung zu sehen. Auf einer einsamen Bank bei einem gesperrten Bolzplatz machen wir eine Wasser-Trinkpause, denn ein kühles Hefeweizen in einem Biergarten zu genießen, ist eine finale  Wunschvorstellung.

Den Rückweg nehmen wir durch  Wersen, queren die Strecke der Nordwestbahn  und nehmen die Bürgerbrücke über die Hase. Am Kanal liegen noch vereinzelte Pärchen im Gras oder schütteln schon die Decken aus, bevor sie diese wieder  einpacken.  Den Hollager Berg wollen wir meiden und fahren deshalb über die Schleuse und das Iserfeld nach knapp 30 km zurück an den heimischen Herd.

makuru

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