Überfluss auf der Streuobstwiese

Fast nahtlos hat der Hochsommer sich über Nacht von uns verabschiedet und hat seinem Nachfolger, dem „Herbst“ Platz gemacht. Der besticht nicht nur durch sein schönes farbiges Gewand, sondern auch durch kühlere Temperaturen. Zudem verwandelt er die reifen Früchte an den Obstbäumen serienweise zu Fallobst. Das haben wir natürlich auch am Heimathaus auf der Streuobstwiese beobachten können.

Schon vor etwa 14 Tagen bewaffneten wir uns mit Leitern um unseren Zwetschgenbaum von seinen reifen Früchten zu befreien. Höchste Zeit war es, denn es lagen auch viele schon unter dem Baum und Überreife fielen beim Pflücken von selbst zu Boden. Über 50 kg wurden so von Thomas, Monika, Mechthild, Walter und Manfred geerntet. Ein paar Kilo konnten für Marmelade und Pflaumenkuchen an interessierte Abnehmer verteilt werden und den Rest von etwa 40 kg haben wir nach Bramsche zur dortigen Tafel gebracht. Bramsche deshalb, weil die dortige Einrichtung jeden Freitag geöffnet wird.

Gestern waren unsere Äpfel  auf der Streuobstwiese so weit, der „Kaiser Wilhelm“ und die „Blenheimer Goldrenette“. Nachdem der Untergrund vom Fallobst befreit war (wer steht schon gerne auf faulem Obst) wurden die zwei  Apfelbäume alter Sorten und der Birnbaum abgeerntet. In diesem Jahr ist wohl ein gutes Apfeljahr, denn obwohl schon einiges als Fallobst seinen Weg gefunden hatte, waren die Bäume immer noch brechend voll. Die ehrenamtlichen Erntehelfer Walter, Mechthild und Monika trugen auf Leitern unterschiedlicher Bauart  in Handarbeit unzählige Äpfel in Eimern, Körben und Klappkisten zusammen.

Die Conference, unser kleiner Birnbaum, hat zwar sehr schmackhafte Früchte, dafür aber nur überschaubar wenige. Die wurden im Handumdrehen gepflückt und an die helfenden Hände verteilt.

Nachdem der  Bedarf aller Interessenten, die handgepflückte Äpfel verarbeiten wollten ebenfalls gedeckt war, blieben immer noch 12 Klappkisten und ein großer Korb übrig, gefühlt weit über 100 kg.  Ein Viertel ließ sich bei der Hollager Tafel unterbringen, die gerade geöffnet war, der Rest passte so gerade auf die Rücksitze und die Ladefläche des Autos, um sie wieder nach Bramsche zur dortigen Tafel zu bringen.

Das Fallobst wird lokal zum kleinen Teil zu Apfelmus oder Apfelkuchen (z.B. für den Dienstagstreff) verarbeitet und findet auch eine Verwertung bei der Fütterung heimischer Pferde. Ein Dankeschön gilt den fleißigen Obstpflückern.

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