Mit der Dienstagsgruppe zum „Spargelstechen“

Am Dienstag steht die Besichtigung des hiesigen Spargelhofs Hawighorst auf dem Programm. Deshalb brauchen wir dieses Mal keinen Bus, sondern machen uns per pedes und mit einigen Privat- PKWs auf den Weg zum Spargelfeld der Firma  Hawighorst zwischen dem Fürstenauer Weg  und der Hollager Straße.

Zunächst ist der Weg noch einigermaßen trocken, doch als wir Fußgänger das Spargelfeld erreicht haben und zwischen den Spargelreihen hinunter zum Treffpunkt gehen,  werden so etliche Schuhe und Strümpfe ziemlich nass, da es noch am Morgen kräftig geregnet hatte. Und so manch einer denkt: Hätte ich doch bloß meine Gummistiefel angezogen!

Diese Sorgen verschwinden aber sofort wieder, als wir den Spargelbauer Heiner Hawighorst treffen,  der uns interessante Dinge über den Spargelanbau erzählt.

Angefangen hat es vor fast 20 Jahren in sehr kleinem Umfang. Herr Hawighorst erzählt uns, wie im Laufe der Zeit die Nachfrage nach Spargel sehr stark zugenommen hat und er deswegen sein Anbaugebiet immer weiter vergrößerte. Es bleibt aber nach wie vor ein langer mühsamer und arbeitsamer Weg vom Samen bis der erste Spargel gestochen werden kann und bis er für uns zum Verzehr auf dem Teller liegt.

Im Laufe der Jahre kommen immer mehr Hilfsmittel und Maschinen dazu, die das Ernten erleichtern, so z.B. die langen Folien, die den Spargel abdecken und ihn vor zu viel Licht schützen. Oder die Spargelspinne, ein Fahrzeug, das die Folien kurzfristig anhebt, damit die Erntehelfer darunter den Spargel stechen können. Gleichzeitg dient die Spargelspinne als Ablage für den geernteten Spargel. 

Derzeit werden 10 ha Spargel bewirtschaftet und von 10 -15 polnischen und rumänischen Helfern abgeerntet.

Ist der Spargel gestochen, wird er in Kisten zum Spargelhof zur Weiterverarbeitung gebracht. Hier wird er gewogen, gewaschen, nach Länge sortiert und geschält, teilweise mit modernen Maschinen, die von Helferinnen bedient werden. Danach wird der Spargel für den Verkauf verpackt oder in der eigenen Gastronomie den Gästen angeboten.

Dieses bildet dann auch für uns  den krönenden Abschluss des Vormittags: In der neu gestalteten sehr stilvollen Scheune probieren wir den frisch geernteten Spargel mit verschiedenen leckeren Beilagen wie Salate, Schinken, Rührei, Schnitzel, Fisch, Butter und Sauce Hollandaise. Und wer noch einmal den Spargel bei Hawighorst genießen möchte, hat noch bis Ende Juni Zeit, dann endet die diesjährige Spargelsaison . Vielen Dank an die Firma Hawighorst für den instruktiven und genussreichen Vormittag.

Ursula & Wolfgang Rose

Bilder: Walter Frey