Kostbare Schätze direkt vor der Haustür

Kräuterworkshop am Hollager Hof

Wer hätte gedacht, dass das Mittagessen direkt hinter dem Heimathaus wächst? Am 7. Mai verwandelte sich der Hollager Hof in eine kleine Hexenküche, als 16 neugierige Teilnehmer/innen unter der fachkundigen Leitung von Maria Glaubke in die faszinierende Welt der heimischen Wildkräuter eintauchten.

Von der Wiese direkt in den Topf

Dass man Spitzwegerich, Margeriten und Sauerampfer essen kann, war für viele neu. Doch Maria Glaubke, die ihr Wissen sonst auch im Industriemuseum Osnabrück teilt, zeigte der Gruppe schnell: Unsere heimischen Wiesen sind ein Buffet der Natur. Besonders die Streuobstwiese am Heimathaus erwies sich als echter Glücksgriff. Da sie nicht gedüngt wird, wachsen hier auf dem Magerboden über 30 verschiedene Arten, die völlig unbedenklich geerntet werden können.

Neben Tipps für Salate, Dips und Suppen gab es auch praktische Hausmittel-Tricks: „Wenn der Schuh drückt, hilft Spitzwegerich gegen Blasen am Fuß“, erklärte die Expertin charmant im Vorbeigehen. Die Entdeckungstour führte die Gruppe sogar bis in den Steinbruch, wo eine besondere Überraschung wartete: Selbst die frischen grünen Spitzen der Tannen sind essbar und überraschten die Teilnehmer mit ihrem ganz eigenen Aroma.

Gemeinschaftliches Schnippeln und Genießen

Zurück im Heimathaus wartete die Arbeit – und die Belohnung. In der Küche herrschte emsiges Treiben. Während Maria Glaubke bereits einen selbst angesetzten Kräutersaft und Kräuterbüschel für die Tee-Herstellung vorbereitet hatte, hieß es für die Teilnehmer: ran an die Messer!

Es wurde Gemüse gewürfelt, Kartoffeln geschält und frischer Bärlauch fein geschnitten. Das Ergebnis? Eine dampfende, würzige Suppe und selbstgemachte Kräuterbutter sowie Dips, die nach der gemeinsamen Arbeit doppelt so gut schmeckten. Zu jedem Kraut wusste Maria Glaubke eine Geschichte oder einen Rat, sodass keine Frage offen blieb.

Ein rundum gelungener Tag

Nach drei Stunden voller neuer Erkenntnisse, gutem Essen und einer Menge Spaß war die Stimmung prächtig. Selbst das gemeinsame Aufräumen und Abwaschen tat der guten Laune keinen Abbruch.

Das Fazit der Teilnehmer war eindeutig: Eine herrlich lockere und lehrreiche Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden sollte. Wer das nächste Mal über eine Wiese geht, wird dies sicher mit ganz anderen Augen tun – und vielleicht direkt nach dem nächsten Snack Ausschau halten.

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