Vom Lieblingsplatz zum Schandfleck- Wie kann man das ändern?

Während der langen Lock-down-Zeit haben viele Menschen, nicht nur die Hundebesitzer, das Spazierengehen wieder für sich entdeckt. So ging es mir auch. Jeden Tag zog es mich in den Hollager Berg. Besondere Anziehungskraft hatte dabei der Steinbruch, und er wurde einer meiner Lieblingsplätze. Einfach herrlich, besonders in den Abendstunden dem Vogelgezwitscher zu lauschen und den Blick über die vielfältig blühenden Pflanzen schweifen zu lassen. Ein wunderschönes Fleckchen Erde!

Auch ist es ein einladender Platz für Gruppen oder Familien dort zu verweilen, zu spielen und zu picknicken.

Doch leider wurde diese Idylle eines Tages getrübt. Als ich mich der Schutzhütte näherte, sah ich, dass das Dach besprüht war. Beim Eingang zur Hütte bot sich mir ein Blick der Verwüstung. Der Mülleimer quoll über. Auf den Bänken lagen Flaschen, Servietten, Tüten und anderer Müll herum, ebenso volle unangebrochene Saftflaschen. Überall sah ich Splitter von zerbrochenen Flaschen. Der Boden der Hütte war übersät mit Zigarettenkippen und Kronkorken. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Kippen zu zählen. Es waren etwa an die 1000. Wenn man dann bedenkt, dass eine Kippe 40l Wasser verunreinigt, bedeutet das eine Umweltverschmutzung eines enormen Ausmaßes. Und das inmitten eines einzigartigen Naturdenkmals!

Ich habe dann am Mülleimer eine Kippendose aufgehängt, angefertigt von einer Bekannten aus dem Kreis der City Cleaners Germany, in der Hoffnung, dass nun die Kippen dort entsorgt werden und nicht auf dem Boden landen.

Die Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Verwüstung.

Wie kann man einen gastlichen Ort wie der Steinbruch und die Schutzhütte es sind, mit so einer Müllhalde hinterlassen? Wie geht man mit einem derartigen Vandalismus um? Man kann doch nicht immer wieder einzelnen Leuten das Aufräumen überlassen.

Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung dieses Problems.

Ursula Rose

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