18, 20, neunundzwanzig…. rund um den Gehn!

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Fahrradtour durch das Osnabrücker Land

Was auf den ersten Blick wie das Reizen beim Skat mit leicht veränderten Zahlenwerten ausschaut, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als simpler Zählvorgang um 09:00 Uhr an der Weltkugel in Hollage. Zum Start der diesjährigen Fahrradtour durch das Osnabrücker Land sind 29 Teilnehmer/innen angetreten, darunter nur vier, die ausschließlich auf die Kraft ihrer Muskeln vertrauen.  Zu den Pedalisten vom Heimatverein Hollager Hof v. 1656 gesellen sich auch Gäste, die durch die Pressemitteilungen auf die Fahrradtour aufmerksam wurden.

Nach der Begrüßung und Einstimmung radeln wir in Richtung Halen und an der Bahnstrecke entlang nach Achmer. Die Wetter-App sagt keinen Regen aber Sonne vorher, doch die kämpft am Vormittag noch mit den Wolken. Warmstrampeln heißt das Motto. Überraschung in Achmer: Die Straßenbauer haben  die Fahrbahn nach Ueffeln samt Fahrradweg auf Links gedreht, so dass eine kleine Korrektur der Route vorgenommen werden muss. Die bringt uns  auf den ferienbedingt verwaisten Pausenhof der Bühner-Bach-Schule in Achmer.

Hier wird das erste Mal pausiert, „Schmierstoff“ aus kleinen Fläschchen aufgefüllt und die Bestellung für das Mittagessen abgefragt. Weiter geht es dann über malerische Wirtschaftswege, gesäumt von erntereifen Getreidefeldern und aufwachsenden Maiskulturen in Richtung Ueffeln. Die Trockenheit der letzten Wochen ist unübersehbar. 29 Radler können als Kolonne schnell  eine Länge von 200 m erreichen, was bei der Querung von Straßen zu Problemen führen kann. Zum Glück sind immer wieder unsere  „Engel mit den gelben Westen“ im Einsatz, die heranbrausende Autos sofort zum Stillstand bringen.

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Ueffeln ist schnell erreicht und ebenso schnell durchquert und in Bakum werden wir im offenen und privaten Garten der Familie Hüls erwartet. Vor 40 Jahren hatte der Senior den Standort dort erworben und bis heute mit Sohn und Schwiegertochter zu einem sehenswerten, einen Hektar großen und prächtigen Garten entwickelt. Heute hat man das Gartentor extra für uns geöffnet. Es folgt eine informative Führung durch die Flora, bei der die Fülle an Blumen, Blattpflanzen, Rosen, Stauden, Gräsern, Sträuchern und Bäumen bis zum nostalgischen Gemüsegarten kaum bewältigt werden kann. Interessant auch die Exkursion zu den Fröschen und Molchen in der kleinen Teichanlage.

Wir haben nur eine knappe Stunde zum Verweilen geplant und schon geht es weiter mit den Rädern nach Bramsche zum vorbestellten Mittagessen in der Alten Post. Dort ist der Wirt gefordert, die logistischen Herausforderungen zu meistern, die 26 hungrige und durstige Radler/innen verursachen können (3 Mitstreiter müssen leider wegen Termindrucks ohne Pause nach Hause durchradeln). Nach 90 Minuten Mittagspause braucht der Allerwerteste wieder den Kontakt zum Fahrradsattel und so radeln wir entlang der Hase in der warmen Nachmittagssonne bis zum Stichkanal in Pente. Ein leichter Wind bringt den sonnengetränkten Duft der Getreidefelder in unsere Nasen. Auf diesem Stück sind uns doch acht Radler fast abhanden gekommen. Sie haben sich im Suppenkoma in der Bramscher City verfahren, finden dann aber doch noch den Anschluss an die Gruppe, die auf sie wartet.

Die restliche Strecke bis Hollage wird als Heimspiel am Stichkanal absolviert, allerdings auf der rechten Seite. Die ist etwas weniger buckelig. Je näher wir nach Hollage kommen, biegt der Eine oder die Andere in Heimische Gefilde ab, nachdem sie sich mit einem „bis zum nächsten Mal“ verabschiedet haben. Vielleicht lockt auch des Fußballspiel um den 3. WM-Platz. Zu guter Letzt kommen noch 14 Radler/innen in der Hollager Eisdiele an, erklären diese zum Tagesziel und kühlen sich nach 44 gefahrenen Kilometern mit leckeren Eisbechern ab. Das haben wir uns verdient…

Fazit: Bei einer großen Gruppe mit 29 Teilnehmern braucht es schon ein paar helfende Hände und eine Portion Glück, dass unterwegs nichts Unvorhersehbares passiert. An beidem hat es uns nicht gemangelt; wir sagen Danke!