Fressfeinde im Blick!

Der milde Winter hat ihn sehr begünstigt, den aus Asien eingeschleppten Buchsbaumzünsler. Es handelt sich um einen Falter, dessen Raupe es auf die Blätter und jungen Triebe des heimischen Buchsbaumes abgesehen hat. Mittlerweile ist dieser Schädling auch in Norddeutschland und im Bauerngarten des Heimathauses angekommen.

Bild von MonikaP auf Pixabay

Die Einfassungen der Beete im Bauerngarten bestehen seit seiner Anlage aus niedrigen Buchsbaumhecken, was ihm sein charakteristisches Aussehen gibt. Schon im vergangenen Jahr hat der Zünsler mehrere  Meter der Hecke zum Heimahaus hin kahlgefressen. Leider haben das die ehrenamtlichen Gartenpfleger zu spät gesehen. Die jungen Raupen, die übrigens in zwei Generationen pro Jahr unterwegs sind, treiben ihr Unwesen zunächst ziemlich zurückhaltend und erst wenn die Population eine gewisse Größe erreicht hat, bilden sich die typischen Gespinste und es beginnt rasanter Kahlfraß.

Da hilft nur frühzeitige Beobachtung und händisches Absammeln der Raupen, denn die Tipps, die man im Internet zur Bekämpfung des Schädlings findet, eigenen sich für den Bauerngarten weniger. Die Bekämpfung per Hochdruckreiniger und Folienverpackungen zur Temperaturbehandlung in der Sonne könnten bei den vier großen Buchskugeln klappen,  lassen sich bei einer so niedrigen und langen Hecke aber nicht realisieren. 

Weil  wir abermals keinen richtigen Winter hatten, sind die Zünsler-Raupen bereits seit Anfang April im Einsatz. Neben der manuellen Bekämpfung haben wir dieses Mal den gesamten “Buchs” mit Algenkalk gepudert. Der schmeckt den  Raupen überhaupt nicht, heißt es,  und er ist zudem ein guter biologischer Dünger. Dank des fehlenden Regens blieb der Kalk auch eine ganze Weile auf den Blättern. Ansonsten war der  “fehlende Regen” eher eine Katastrophe. In den Tagen der Kalk-Behandlung wurde auch nicht bewässert.

In den kommenden Wochen werden wir das Ergebnis dieser Behandlung prüfen. Im Erfolgsfall wäre das eine akzeptable Variante der Schädlingsbekämpfung. Andernfalls bleibt nur noch die regelmäßige bio-chemische Keule oder zu guter Letzt der Austausch der gesamten Buchsbaumbepflanzung gegen eine resistente Pflanzen-Variante.  Das wäre allerdings eine etwas größere Hausnummer.

One Reply to “Fressfeinde im Blick!”

  1. Sehr schöner Beitrag zu diesem Thema. Habe mich auf meinem Blog auch mit diesem Thema beschäftigt. Ist wirklich interessant…

    Übrigens sehr schöne Seite…

    Lieben Gruß
    Lilly

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.