Der Hollager Berg

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Er war immer für alle da!

Viele Besucher zog es am 25. April ins Heimathaus. Sie interessierten sich für den Vortrag des Historikers Franz-Joseph Hawighorst über den Hollager Berg. Dabei ging es weniger um die geologische Geschichte als um die Jahrhunderte dauernde ehemalige Nutzung des Berges durch die Menschen.

Die ersten Siedler am Fuß des Berges nutzten ihn zum Einschlag von Holz zum Bauen, aber auch als Feuerholz. Außerdem wurden Plaggen für die Viehställe gestochen, um daraus einen guten Dünger für die Felder zu gewinnen. Sie brauchten zusätzlich Kalk, der dann aus dem Mergel des Berges gewonnen wurde.

So entstanden im Laufe der Jahrhunderte mehrere Kalköfen und Mergelkuhlen, die fast bis in unsere Zeit genutzt wurden. Viel später begann man, diese Kuhlen mit Hausmüll zu verfüllen. Das war unproblematisch bis zur Zeit der Industrialisierung. Die problematischste Müllkippe war die am Fürstenauer Weg. Sie wurde erst Mitte der 70er Jahre  geschlossen.

In die 50er Jahre fiel eine weitere Bedrohung des Hollager Berges. Die damals in Planung befindliche Autobahn A1 sollte den Berg in zwei Hälften teilen. Das konnte glücklicherweise jedoch verhindert werden. Deshalb dürfen wir uns noch heute an dem verbliebenen Wald und der Natur erfreuen. 

Antje Deppe

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