Klangfeuerwerk im Hollager Hof
Dass das Akkordeon weit mehr ist als eine Quetschkommode oder ein Trekkebüdel bewies das Osnabrücker Akkordeon-Orchester am Freitag, dem 06.03.2026, auf beeindruckende Weise. Knapp 50 Gäste waren der Einladung des Heimatvereins gefolgt und erlebten im Heimathaus ein Konzert auf höchstem musikalischem Niveau.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Franz Langelage übernahm der Dirigent Savo Čovičković das Zepter. Er führt seit 2025 die Tradition von Klaus Novak fort und zeigte sofort, welche enorme Dynamik in diesem Ensemble steckt. Die 14 Virtuosen entfachten einen Sound, der die hervorragende Akustik und den Raumklang der Diele perfekt ausnutzte und die Zuhörer von der ersten Minute an in seinen Bann zog.
Vielfalt von Klassik bis ABBA
Das Programm war an Abwechslungsreichtum kaum zu überbieten. Moderiert von Eveline Pütz, spannte das Orchester den Bogen von anspruchsvoller Klassik über leidenschaftliche Tangos und diverse Medleys bis hin zu Pop-Legenden wie Udo Jürgens und ABBA. Besonders beeindruckend war die klangliche Tiefe: Durch die Aufteilung in erste, zweite und dritte Stimme, ergänzt durch Bass, Background und Schlagzeug, entstand ein orchestrales Volumen, das weit über das gewohnte Bild der besagten „Quetschkommode“ hinausging.
Ein Abend voller Höhepunkte
Nach der Pause gab Eveline Pütz Einblicke in den Aufbau des Orchesters, während die Musiker bewiesen, warum sie zur regionalen Spitze gehören. Das Ambiente des Heimathauses bot den idealen Rahmen für diesen Hörgenuss erster Güte.
Nach etwa zwei Stunden wunderbarer Unterhaltung und begeistertem Beifall entließ das Publikum die Musiker nicht ohne die obligatorische Zugabe. Einig waren sich am Ende alle: Dieses Orchester darf gerne wiederkommen!
