Ein Vorgeschmack auf Weihnachten

Weihnachtliche Stimmung verbreitete sich unaufhaltsam auf der Diele des Heimathauses „Hollager Hof“. Das lag auch am drei Meter hohen geschmückten und beleuchteten Weihnachtsbaum, aber nicht nur. Die mit Tannengrün, Zapfen und Lichtern eingedeckten Tische und der Duft von gewürztem heißem Wein taten ein Übriges. 

Vierzig gut gelaunte Gäste hatten sich zum weihnachtlichen gemeinsamen Singen in diesem Jahr eingefunden und freuten sich bei Punsch und Glühwein auf den gemeinsamen Gesang. Immerhin lag die letzte gesanglich Aktivität zu Weihnachten im Heimathaus schon 3 Jahre zurück.

Für den richtigen Rhythmus und die passende Tonlage sorgten wieder Franz Langelage und Peter Papke mit ihren Akkordeons und die Texte brachte Ronnie Papke per Laptop gekonnt auf die Leinwand. So hatte jeder die Hände frei für die Getränke und das Gebäck. 

Schön abwechslungsreich war das Programm, das die drei Profis vorbereitet hatten. Nach jedem kurzen Liedzyklus wurde ein Gedicht oder eine Geschichte, mal von Peter, mal von Franz, aber auch von Erna Richter vorgetragen. Letztere trug  ihre Weihnachtsgeschichte in plattdeutscher Sprache vor.  Da musste der Chronist, dem das Plattdeutsche nicht in die Wiege gelegt wurde, schon mal genau hinhören.

Die Gedichte stammten von Wallenhorster Schülern aus Peters aktiver Zeit als Lehrer und kamen mal lustig, mal nachdenklich und auch tiefsinnig rüber. Weihnachten will immer friedvoll empfunden werden, obwohl dauerhafter Frieden in unserer Welt so selten ist. Gerade jetzt nicht in der Ukraine. Man kann es einfach  nicht verstehen, kann nur hoffen, dass dieser Krieg dort bald ein Ende findet.

Die traditionellen Weihnachtslieder wurden kräftig mitgesungen. Beim moderneren Liedgut brauchte es schon etwas musikalische Hilfestellung durch die Profis. So gelang auch Rolf Zuckowskis Weihnachtsbäckerei und andere Leckereien zur Zufriedenheit aller. 

Für einen Blick in die Vergangenheit sorgte Ronnie, als er einen Kurzfilm aus seiner Kinderzeit in den 70ger Jahren auf die Leinwand brachte. Damals gab es noch richtige Winter mit Schneemann bauen und Rodel heil und die Kinder gingen noch zu Fuß zur Schule, sogar im Winter!

Nach gut zweieinhalb Stunden mit Weihnachtsliedern, Gedichten, Geschichten und zwei Pausen, in denen man sich auch mal beschnacken konnte, bedankten sich die Protagonisten fürs Mitmachen und Zuhören und entließen ihre  Gästeschar mit guten Wünschen für die Weihnachtszeit auf ihren Heimweg.