Urig, sehr gemütlich und lecker!

Wenn sich das Jahr seinem natürlichen Ende zuneigt, dann steht meistens Weihnachten und der Jahreswechsel an und es ist die Zeit der Weihnachtsfeiern. 

Das wissen natürlich auch die Macher/innen vom Hollager Hof, die sich um die Dienstags-Ausflüge kümmern. Am 2. Dienstag im Dezember steht deshalb eine Busfahrt nach Vörden und ein Besuch des dortigen Ackerbürgerhauses, dem Sitz des Heimatvereins Vörden, auf dem Programm.

Schon an der Bushaltestelle in Hollage an der Weltkugel kommt Freude auf. Wie in alten Tagen (vor Corona) haben sich gut 30 Teilnehmer eingefunden und in Wallenhorst steigen weitere 7 dazu. Das macht die Fahrtkosten erschwinglich und ein voller Bus sorgt allemal auch für gute Stimmung.

Busfahrer Günter begrüßt uns an Bord und verkündet, er habe das sonnige Wetter nur für uns bestellt. Die Temperaturen sind allerdings auch mittags noch frostig. Zielstrebig gelangen wir ins Vördener Zentrum und Fahrer Günter parkt den Bus etwas abseits der Hauptstraße millimetergenau ein. Hier nimmt uns der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Vörden, Dietrich Stahl, freundlich in Empfang und führt uns in die Kleine Hinterstraße, an der das grundlegend renovierte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1843 liegt. 

Sieht das Ackerbürgerhaus schon von außen Schmuck aus, im Inneren ist es mit viel Liebe zum Detail nostalgisch und sehr gemütlich eingerichtet und gut geheizt. Dietrich Stahl begrüßt uns an den gedeckten Tischen, freut sich über den Besucherandrang aus Hollage, erklärt kurz den Gebrauch der Kaffeekannen und merkt an, dass es mit dem Kaffe in Vörden immer problemlos klappt. Warum? Die Gegend sei etwas moorig und das Wasser von Natur aus schon bräunlich gefärbt, erklärt er uns. 

Dann schweben die selbst gebackenen Torten herein, eine schöner anzuschauen als die nächste. Dass sie geschmacklich ihrem Aussehen nicht nachstehen, davon überzeugen wir uns dann umgehend. Der Chronist schafft je ein Stück Blaubeer- und Eierlikörtorte, dann muss er passen, obwohl noch ein dritter Gang zum Tortenbuffet drin gewesen wäre.

Nach diesem Genuss wird es feierlich. Antje liest uns eine Weihnachtsgeschichte vom lächelnden Christkind in der Krippe vor und Ursula begleitet unsere Weihnachtslieder am Klavier. Dann hören wir noch eine Geschichte, die Gertrude vorträgt. Es ist eine geschichtlich wissenschaftliche Betrachtung des Weihnachtsgeschehens, die auch damit überrascht, dass Weihnachten, so wie wir es im Kopf haben, erst ein paar hundert Jahre nach Christi Geburt erfunden wurde. Dass der Dezember bei den alten Römern der 10. Monat im Jahr und der 25. Dezember der Krönungstag der römischen Kaiser war und die Germanen den Lichterbaum zur Sonnenwendfeier anzündeten, ist auch nicht allen bewusst.

Die Gespräche an den Tischen sind informativ, die Zeit vergeht wie im Fluge. Im Obergeschoss des Hauses gibt es noch ein Museum, leider schaffen wir einen Besuch dort heute nicht mehr, vielleicht ein Grund für einen weiteren Besuch. Zum Abschied überreicht uns Dietrich Stahl noch einen regionalen Bildband und einen Kalender für das kommende Jahr. Wir bedanken uns bei unserem Gastgeber vom Heimatverein Vörden und den Helfern im Hintergrund. In guter Weihnachtsstimmung bringt uns der Bus wieder nach Wallenhorst und Hollage, wo wir uns alle in die kommenden Feiertage verabschieden.