Pilze, Pausen, Blasenpflaster

Für unsere heutige Rundwanderung in Venne können sich 8 Teilnehmer erwärmen, weniger als an den vorangegangenen Wandersonntagen. Vielleicht liegt es am heutigen Tag des offenen Denkmals, der einige auch dorthin verschlagen hat. Wir fahren pünktlich auf der malerischsten Anfahrtsstrecke zum Start am Campingplatz in Kalkriese.

Dort parken wir die Autos und begeben uns mit leichtem Gepäck bergauf zur Schmittenhöhe. Deren Gipfelkreuz auf 157 Höhenmeter am Kalkrieser Berg ziert ein Kästchen mit einem Gipfelbuch. Hier tragen wir uns namentlich als Wanderer vom Hollager Hof ein, damit alle Nachahmer wissen: Wir waren da.

Dann geht es zur Barenaue, erst zum neuen, und dann über den Mittellandkanal hinweg zum alten Gemäuer. Fotografieren ist nicht gerne gesehen. Wir bestaunen die schiefen Alleebäume und die monsterdicken alten Weiden. Auf dem Rastplatz vor dem alten Schloss machen wir eine Trinkpause. Es ist zwar nicht sehr warm heute, aber wandern macht durstig.

Anschließend bewegen wir uns durch Wald und Feld in Richtung Venne, wobei uns viele tote Nadel- und Laubbäume und noch mehr geschlagenes und gestapeltes Holz auffallen. Am Wegrand finden wir immer wieder interessante essbare Pilze und treffen einen Sammler, der auch schon einen Steinpilz dabei hat. Last not least müssen wir am Waldrand ein Crewmitglied mit einem Blasenpflaster verarzten.

Dann geht es stetig bergauf. Wir erreichen eine Wassertretstelle mit angegliedertem Armbad. Das nutzen die meisten für eine kurze Abkühlung der oberen Extremitäten und Walter testet bei dieser Gelegenheit die Dichtheit seiner Computeruhr, zugelassen für mindestens 50 Unterwasser Meter.

Am Ende des Anstiegs durch urwald ähnliches Gehölz erreichen wir den 173 m hohen Venner Berg mit seinem Aussichtsturm. Hier machen wir eine Mittagspause und verspeisen das mitgebrachte Pausenbrot. Liebend gern hätte Arnold hier ein Mittagsschläfchen eingeschoben, aber wir streben gestärkt dem Auf und Ab des Weges folgend unserem Ausgangspunkt am Campingplatz zu. Unterwegs provozieren uns reife Äpfel, Birnen und Pflaumen immer wieder Mundraub zu begehen, aber große Teile unserer Gruppe bleiben standhaft.

Am Ende erreichen wir nach 7 Stunden und 16,2 km die rettende Gastwirtschaft am Stellplatz. Dort belohnen wir uns mit erfrischenden Getränken, Eisbechern und Eiskaffee.
Fazit: Viele Pilze, gutes Wetter, schöne Wege, viele Pausen, Gipfel-Feeling, eine Blase und ein Blasenpflaster.

Fotos: Mechthild Bartke, Walter Frey

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